zur PersonEhrenpräsident der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur
Leiter des Johannes-Bischko-Instituts für Akupunktur

Nach meiner Matura im Schottengymnasium studierte ich an der Universität Wien, wo ich 1971 promovierte. Von Beginn an war es mein Ziel, Internist zu werden. Ein zweites Ziel war aber, eine möglichst breite Ausbildung in vielen Bereichen der Medizin zu bekommen. Wichtige Stationen und Ausbildungsschwerpunkte waren:

  • Frauenklinik Semmelweis (Prof. Dr. A. Rockenschaub)
  • Leberblindpunktionen (Prof. Dr. H. Schnack)
  • Rechtsherzkatheder, Ergospirometrie (Prof. Dr. W. Reiterer, Poliklinik)
  • Rehabilitationszentrum Hochegg
  • II. Medizinischen Universitätsklinik (Prof. DDr. K. Fellinger) - Lungenfunktion (Prof. Dr. F. Kummer)
  • Osteologie und Hämatologie (Prof. Dr. H. Czitober, Poliklinik)
  • Rehabilitationszentrum Bad Hofgastein (Prim. Dr. E. Prohaska)
  • Gastroskopie, Laparoskopie und Colonoskopie (Poliklinik)
  • Röntgeninstitut der Allgemeinen Poliklinik (Prof. Dr. B. Thurnher)
  • Phonokardiographie, Prof. Dr. Michel (Stiftsklinik Augustinum, München)
  • Therapie arterieller und venöser Durchblutungsstörungen (Prof. Dr. W. Lindemayr, Doz. Dr. H. Partsch, Hautabteilung Wilhelminenspital)
  • Intensivstation der II. Chirurgischen Universitätsklinik (Prof. Dr. H. Benzer, Doz. Dr. G. Pauser)

Während meiner langen Zeit in der Poliklinik lernte ich natürlich auch die Akupunktur kennen, war doch das Ludwig Boltzmann Institut für Akupunktur unter Prof. Dr. Bischko dort beheimatet. Anfangs war ich als "Nur-Schulmediziner" ganz und gar nicht von dieser Therapieform zu überzeugen. Dann aber hatte ich das Glück, einen Patienten zu finden, der schon beim Berührern eines Akupunkturpunktes den Meridianverlauf spürte und lokalisieren konnte - plötzlich war meine Neugierde geweckt, und ich begann, mich mit dieser Methode intensiver zu befassen.

1989 wurde ich als Nachfolger von Prof. Bischko zum Präsidenten der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur gewählt.

Prof. Bischko gilt heute als der wichtigste Pionier der Akupunktur in der westlichen Welt und auch Begründer der "Wiener Schule der Akupunktur". In den letzten Jahren konnte ich viel zur Weiterentwicklung dieser Schule beitragen: Durch die Einbeziehung moderner Physik (Chaosphysik, Relativitätstheorie und Quantenphysik) in das Denkgebäude der traditionellen Chinesischen Medizin und durch die Verflechtung der Akupunktur mit dem täglichen medizinischen Ablauf, wie es im Neurologischen Zentrum Rosenhügel praktiziert wird, wurden die Akzeptanz und das Interesse an der Wiener Schule der Akupunktur weiter gesteigert. Meine zahlreichen Vortragseinladungen im In- und Ausland (USA, Kanada, Brasilien, Japan, Australien, Europa uvm.) sind Bestätigung dafür!

So stellt Akupunktur für mich keine Alternativtherapie dar, sie war und ist Bestandteil einer ganzheitlichen Therapie, in der das Wohl des Patienten immer im Mittelpunkt steht.

1990 erfolgte meine Ernennung zum Vorstand der 2. Med. Abteilung im Kaiserin Elisabeth Spital, ein Jahr später wurde ich zum Ärztlichen Direktor des Krankenhauses bestellt.

2005 wurde ich Leiter des Johannes Bischko Institutes für Akupunktur.

2008 erfolgte die Ernennung zum Ärztlichen Direktor des Sozialmedizinischen Zentrums Sophienspital.

Aufgrund des neuen „Spitalskonzeptes 2030" musste das Kaiserin Elisabeth Spital 2012 geschlossen werden. Diese Aufgabe war sicherlich eine der schwersten und herausforderndsten Managementaufgaben meiner Laufbahn: für über 700 MitarbeiterInnen musste ein neuer Arbeitsplatz gefunden werden, der Betrieb aber bis zuletzt klaglos und in gleichbleibender Qualität gesichert sein.

In meiner „Pension" habe ich nun als Ehrenpräsident der Gesellschaft mehr Zeit, mich der Ordination und der Akupunkturforschung zu widmen.